Musiktheater Kritik

Ein Klangwunder wie im Märchen

Lexikon | HR | aus FALTER 48/15 vom 25.11.2015

In der durchaus konventionellen, aber schönen Inszenierung von Adrian Noble erzeugt der große Wagner-Dirigent bereits im sinfonischen Prolog der Ouvertüre veritablen orchestralen Klangzauber. Doch Christian Thielemann versteht es auch, in den Singspielszenen von Engelbert Humperdincks Märchen "Hänsel und Gretel" nicht zu dick aufzutragen und die zum Teil im letzten Moment eingesprungenen Sänger Ileana Tonca, wenn sie "Suse, liebe Suse" und "Ein Männlein steht im Walde" singt, oder Besenbinder-Papa Clemens Unterreiner überhaupt nicht zuzudecken. Noble arbeitet immer wieder mit Projektionen: humorvoll der große Mond mit sprechender Mimik, ein Scherenschnittwald, das mit Schirm ausgestattete Sandmännchen und die Hexe als Brillenschlange.

Staatsoper, So, Di 19.00


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