Theater Kritik

Pointen knallen bei Sex and Cigarettes

Lexikon | Theresa Gindlstrasser | aus FALTER 48/15 vom 25.11.2015

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass in dieser Vorstellung aus künstlerischen Gründen geraucht wird." In der Tat, bei Georges Feydeaus "Der Gockel" (Übersetzung: Elfriede Jelinek) wird in der Inszenierung von Josef Köpplinger sehr viel geraucht. Die Zigaretten sind Accessoire und Anzeichen für die Nervosität der acht Hauptfiguren. Davon sind sechs miteinander in Eheverhältnisse getreten, aber "Sie wissen ja, wie's so geht! Eines schönen Tages trifft man sich auf dem Standesamt ...". So entwickelt sich auf der präzise eleganten 1950er-Jahre-Bühne von Judith Leikauf und Karl Fehringer ein Liebes-Verwirr-Spiel das nirgendwohin führt. Die Komödie ist inhaltsleer und weltfremd - aber trotzdem schön, weil die Pointen präzise knallen.

Theater in der Josefstadt, Sa, So 19.30


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