Menschen

Comic kommt

Falters Zoo | Lukas Matzinger | aus FALTER 48/15 vom 25.11.2015

Bei einer "kontemporären Popkulturmesse", als welche sich die Comic Con versteht, gibt es neben allerlei Verkaufsständen, Vorträgen, Live-Zeichnungen und verkleideten Besuchern auch immer einen Haufen Szenebekanntheiten zu sehen. Bei der allerersten Wiener Ausgabe des bunten Wochenendausflugs gelang dies am Samstag und am Sonntag, nun ja, sagen wir, so mittel. Als Objekte der Begierde wurden ein Nachbau des sprechenden Autos K.I.T.T. von David Hasselhoff in der 80er-Jahre-Serie "Knight Rider" und der Thron der New Yorker Fantasy-Serie "Game of Thrones" hingestellt. Und der tatsächlich blut-und fleischlichen Starbeschau dienten die Schauspieler Natalia Tena aus Harry Potter, Giancarlo Esposito aus "Breaking Bad", Sonita Henry aus "Star Trek", Finn Jones und Jessica Henwick aus "Game of Thrones", der Comiczeichner Jae Lee und die Cosplayerin LeeAnna Vamp. Ausverkauft war's trotz nicht ganz riesengroßer Namen. Und dass ein Autogramm nochmal 25 Euro dazu kostet, das hat einem vorher auch wieder keiner gesagt.

Das ist nicht überall so. Beim Füllfeder-, Uhren-, Schmuck- und Geldbörserl-Hersteller Montblanc zum Beispiel ist das ganz anders. In dessen Verkaufsräumen in der Kärntner Straße hat vergangene Woche DIE Hörbiger - eigentlich witzig, dass man das bei gstandenen Frauen immer so betont, dass das DIE Hörbiger ist und nicht Christiane Hörbiger, aber egal -, jedenfalls hat dort DIE Hörbiger mit einem schönen Montblanc-Schreiber fleißig und für lau Autogramme geschrieben. Grund ihres Besuchs war der sogenannte "Weihnachtscocktail" der Firma. Ihre beiden -nennen wir sie in der Mehrzahl am besten - Mops-Hunde waren auch da. Sonst war Michael Konsel zugegen, der nicht nur langsam zum Torhüter der oberen 10.000 wird, sowie der unverwüstliche Rudi Nemeczek und eine Habsburg, die Camilla.

Der größte Schönheitswettbewerb der Welt heißt Miss World, der zweitgrößte Schönheitswettbewerb der Welt heißt Miss Universe und der drittgrößte Schönheitswettbewerb der Welt heißt Miss Earth. Das ist kein extrem schlechter Treppenwitz, sondern echt Tatsache. Und genau dieser drittgrößte, die Miss-Earth-Wahl, wird zum 15. Jubiläum, nach bisher 13 Mal auf den Philippinen und einmal in Vietnam, sein Weltfinale nächsten Samstag in der Wiener Marx-Halle austragen. Die Missen aus 92 Ländern sind jetzt schon in Wien gelandet, haben sich umgesehen und allerlei Schabernack laut Miss-Earth-Satzung mitgemacht. Die österreichische Teilnehmerin heißt Sophie Totzauer, hat rabenschwarzes Haar und trägt einen Hauch von wenig. Aber aufpassen: die Miss Earth ist eine "Beauty for a Cause", sie muss sich also nicht nur per Aussehen, sondern auch durch einen Vortrag in englischer Sprache beweisen.

Dass bei einer Gala, bei der die tollsten Frauen des Jahres geehrt werden, die ganze Zeit ein Mann im Mittelpunkt steht, ist schon einigermaßen bitter. Aber so ist das nun einmal, wenn man den allerlängsten Bond einlädt. Der inzwischen 88-jährige Sir Roger Moore begleitete am Dienstag vergangener Woche seine Frau Kristina "Kiki" Moore nach Wien. Sie wurde von der look!-Magazin-Gründerin Uschi Fellner für ihren Unicef-Einsatz mit dem Strong Woman Award ausgezeichnet. Sonst unter den aus ganz unterschiedlichen Gründen tollen Preisträgerinnen: Arnies älteste Tochter Katherine Schwarzenegger, die Halbschwester von Barack, Auma Obama, die ehemalige Kaiserin von Persien Farah Diba, die Frau des aktuellen Bundespräsidenten Margit Fischer und die nach einem Trainingsunfall querschnittsgelähmte Stabhochspringerin Kira Grünberg. Der Reinerlös der Gala geht an die Unicef und dann an syrische Flüchtlingskinder. Moderiert hat Frauke Ludowig.


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