Performance Kritik

Trafen zwei Performer einen Zuschauer privat

Lexikon | SS | aus FALTER 48/15 vom 25.11.2015

Wie intim kann die Begegnung zwischen Performer und Publikum werden? Wie privat eine Vorstellung? In "2 become 1" kommen die Performerin Ann Liv Young alias Sherry und der Pianist Marino Formenti ihrem einzigen Zuschauer sehr nahe. In zwei leerstehenden Ladenlokalen im zweiten Bezirk stehen Sitzecken, in die man sich setzt, um zu erzählen. Von der Kindheit, der Beziehung, dem Jetztzustand. "How can I help you?", fragt Sherry, die in blonder Perücke "Sherapy" anbietet. Mit Formenti plaudert man, sitzt dann am Klavier und singt. Oder aber er spielt einem ein Lied, während man am weichen Teppich liegt. Jede Begegnung verläuft anders. Für die Autorin dieser Zeilen aber waren die zwei Stunden außerordentlich bewegend.

Brut+, Fr-So, Di-Do ab 10.00


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