Nachgesehen Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Deserteursdenkmal als Bühne: Rechte Demo leise, aber mit Nachspiel

Politik | Lukas Matzinger | aus FALTER 48/15 vom 25.11.2015

Zwölftausend Menschen waren auf Facebook eingeladen, dazu wurden 5000 Flyer beim Ländermatch Österreich - Schweiz verteilt. Kommen wollten am vergangenen Samstag dann doch nur ein paar hundert zur "Asylmissbrauch Stopp"-Demo auf dem Ballhausplatz. Dort versammelten unter anderen die Initiative "Rücktritt Werner Faymann", die "Identitäre Bewegung" und die NPÖ (Nationale Partei Österreichs) einige Rechte, die "Faymann nach Syrien" und "Polen! Polen! Polen!" schrien und einer steirischen Staatsanwältin über Lautsprecher drohten, sie eigenhändig verhaften zu wollen. Und obwohl sie nur jeden 5000. Wiener mobilisieren konnten, ließen sie es sich doch nicht nehmen, leise, aber ernsthaft "Wir sind das Volk" zu skandieren.

Dass als Rednerbühne gerade das Denkmal für Verfolgte der NS-Militärjustiz verwendet wurde, ist zwar laut Polizei gesetzlich gedeckt - die Grünen werden dazu aber eine parlamentarische Anfrage einbringen.


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