Schwer genial und schwer vermittelbar

Philip Hautmann zählt zu den hellsten Köpfen der heimischen Literatur. Doch niemand will seine Bücher verlegen

Feuilleton | Porträt: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 48/15 vom 25.11.2015

Warum fängt einer an zu schreiben? Um Dinge zu verstehen, um Geschichten zu erzählen, um sich der Welt mitzuteilen? Philip Hautmann redet nicht lange um den heißen Brei herum, wie es sich bei ihm verhielt. Er betritt das Café Else, eines seiner Stammlokale im zweiten Bezirk, und sagt: "Ich habe zu schreiben begonnen, weil aus meiner akademischen und sonstigen Karriere nichts geworden ist."

Schreiben als letzte Chance? Hautmann hat in Linz Sozial-, Wirtschafts-und Politikwissenschaften studiert, sein Diplom und Doktorat gemacht und ein Post-Graduate-Studium der Europawissenschaften in Basel drangehängt. Auf dem Arbeitsmarkt habe ihm das alles aber nichts gebracht: "Ich bin überqualifiziert, für konkrete Tätigkeiten aber auch wieder unterqualifiziert. Ich habe den Drang, intellektuelle Probleme zu lösen, das passt nicht zu einer Karriere in der Wirtschaft. Die sagen zwar immer, sie wollen bunte Hunde, aber das ist Blabla. Und an den Unis werden fast alle Posten intern an Studenten


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