Clownfrauen, Klettverschlüsse, Puppentheater und andere Attraktionen

Feuilleton | aus FALTER 48/15 vom 25.11.2015

Das Internationale Clownfrauenfestival im Wiener Kosmos Theater rückt von 27. November bis 5. Dezember weibliche Clowns aus aller Welt ins Rampenlicht. Beim traditionellen Eröffnungsspektakel zeigen alle Clownfrauen des Festivals kurze Programmausschnitte, dabei begleitet sie die österreichische Künstlerin Martha Labil auf dem Akkordeon. Zusätzlich finden Workshops, eine Diskussion und Partys statt.

Die Clownfrauen Morro and Jasp etwa betrachten die Welt gerne durch die Clownsbrille. In ihrem interaktiven Stück "Of Mice and Morro and Jasp" (1.12.) spürt das kanadische Duo frei nach John Steinbecks Novelle "Von Mäusen und Menschen" den Auswirkungen der jüngsten Wirtschaftskrise nach.

Die Italienerin Claudia Cantone erzählt in ihrer Show "L'Alloggio Segreto" (29.11.) die Geschichte von Anne Frank mit einer Clownsfigur ohne Worte und die japanische Performerin Yanomi geht in ihrer Komödie "A Day in the Life of Miss Hiccup" der Geräuschkulisse ihres Lebens nach.

Clownesk geht es auch beim Winterfest im Salzburger Volksgarten (25.11. bis 6.1.) zu, wenn das Duo Les Rois Vagabonds ein Konzert für zwei Clowns spielt. Das Festival für Zirkuskunst bringt seit 15 Jahren die interessantesten Acts des Cirque Nouveau nach Österreich und ist mittlerweile das größte seiner Art im deutschsprachigen Raum. Die Bandbreite reicht von bildender über darstellende Kunst mit Tanz, Musik, Schauspiel, Akrobatik oder Puppentheater. Heuer entführt der französische Cirque Le Roux in seinem Stück "The Elephant in the Room" in die Welt des Schwarzweißfilms, das schwedische Duo Magmanus lotet mit Klettverschlüssen die Grenzen der Schwerkraft aus und die Gruppe Bêtes de Foire lässt mit Figuren alte Jahrmarktstraditionen auferstehen. Und wer wissen will, was die österreichische Szene so zu bieten hat, kann in die Salzburger Nachwuchsproduktion "Phantasia" gehen.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige