"Es geht immer um Leben und Tod"

Alte Musik neu interpretiert: Michi Gaiggs L'Orfeo Barockorchester wird 20 und feiert im Wiener Konzerthaus

Feuilleton | Porträt: Miriam Damev | aus FALTER 48/15 vom 25.11.2015

Am 3. Dezember entführen Michi Gaigg und ihr L'Orfeo Barockorchester im Konzerthaus ins barocke Dresden und eröffnen so die Feierlichkeiten eines runden Geburtstags. 1996 gründete die Barockgeigerin und ehemalige Harnoncourt-Elevin ihr Originalklangorchester, das längst ganz vorne in der europäischen Alte-Musik-Szene mitspielt.

"Meine Mutter hat mich mit fünf zum Klavierunterricht geschickt, dabei habe ich mir nichts sehnlicher gewünscht als eine Geige", erzählt Michi Gaigg. "Die Nachbarn meiner Großmutter waren Musiker und hatten einen gleichaltrigen Buben, der irrsinnig gut gespielt hat. Das wollte ich auch. Mit 13 durfte ich endlich das Instrument wechseln." Der Nachbarsbub von damals heißt Roland Greutter, er ist heute Erster Konzertmeister beim NDR-Sinfonieorchester.

Gaigg träumte zunächst davon Solistin zu werden, schaffte den Sprung ans Salzburger Mozarteum und landete schließlich bei Nikolaus Harnoncourt. Er lehrte zu einer Zeit am Mozarteum, als die Alte-Musik-Bewegung


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