Ich bin ein Bildungsinstitutionsfetischist

Die rot-grüne Stadtregierung bestellt einen neuen Stadtschulratspräsidenten. Jürgen Czernohorszky soll Wien reif für die Gesamtschule machen

Politik | INTERVIEW: NINA HORACZEK | aus FALTER 48/15 vom 25.11.2015

Geburt im Burgenland, während der Kindergartenzeit in Wien gelebt, in der Oststeiermark die Schule besucht und für das Soziologiestudium nach Wien zurückgekehrt. Jürgen Czernohorszky ist ein Binnenmigrant.

Jetzt löst der SPÖ-Politiker seine Parteikollegin Susanne Brandsteidl als Stadtschulratspräsident ab und wird Chef von Wiens Schulen. In die Politik kam der 38-Jährige als Student. Er war Bundessprecher des Verbands sozialistischer Studentinnen und Studenten (VSStÖ), zog 2001 in den Wiener Landtag ein, war Jugendsprecher der Wiener SPÖ und ab 2011 Bundesgeschäftsführer der SPÖ-nahen Kinderfreunde. Als Stadtschulratspräsident soll der SPÖ-Politiker die rot-grünen Gesamtschulpläne in Wien vorantreiben.

Falter: Die Sozialdemokratie ist in Wien seit 1945 an der Macht. Trotzdem schaffen es nur sieben Prozent aller Kinder, deren Eltern einen Pflichtschulabschluss haben, in Österreich an die Uni. Was hat Ihre Partei falsch gemacht?

Jürgen Czernohorszky: Schule ist in Österreich


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