Kunst Vernissagen

Kunst aus Möbeln, Hinweise zum Gedenken

Lexikon | NS | aus FALTER 49/15 vom 02.12.2015

Der Otto-Mauer-Preis 2015 geht an Catrin Bolt. Nach ihrem Studium wurde die 1979 geborene Künstlerin durch ihre Zusammenarbeit mit Marlene Haring als halt+boring bekannt. In den letzten Jahren hat sich Bolt vor allem auf Interventionen konzentriert. "Guerilla-Skulpturen" nannte die Künstlerin aus Möbeln gebaute Objekte, die sie im öffentlichen Raum auftürmte, fotografierte und wieder verschwinden ließ. Im Jahr 2010 nahm sie am Wettbewerb für ein Mahnmal zum ehemaligen Zwangsarbeiterlager St. Pölten/Viehofen teil. Für das ehemalige Schotterwerk, das die Bevölkerung heute für Erholung nutzt, entwarf die Künstlerin ein Leitsystem, das via Orientierungstafeln mit Luftaufnahmen von 1945 die Geschichte des Orts vergegenwärtigte. Im Zuge der Preisverleihung eröffnet Bolt am Freitag im Jesuitenfoyer eine Ausstellung.

Jesuitenfoyer; Fr, 19.30, bis 24.1.


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