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Bücher, kurz besprochen

Politik | Barbara Tóth | aus FALTER 49/15 vom 02.12.2015

Integrationsunwillig?

Die Frage nach der jüdischen Identität ist eine große und andauernde, und deshalb macht es Sinn, dass die aktuelle Ausgabe des Jüdischen Echos sich diesem Thema nicht nur unter dem Aspekt "Wer sind wir?" nähert, sondern vor allem auch den bangen Gedanken nachschiebt "Wie lange lässt man es uns noch sein?".

Zur Frage, was Jüdisch-Sein heute bedeutet, versammelt das Blatt etwa die Journalistinnen Joana Radzyner, Susanne Scholl und Anna Goldenberg sowie die Autorin Eva Menasse, die sich dem Thema aus persönlicher Sicht stellen. Jüdisch-Sein lässt sich nicht in einem Satz erklären, es braucht eine Erzählung, meist eine so spannende, dass man schon den nächsten mitteleuropäischen Familienroman daraus basteln könnte. Menasse hat das mit "Vienna" bereits getan, Goldenberg ist gerade dabei, ihre Familiengeschichte aufzuschreiben.

Hochinteressant ist Ruth Wodaks Analyse zum Begriff "Integrationsunwillige", den die Sprachwissenschaftlerin im Rahmen einer Studie untersucht


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