Nicht ganz so wie im Himmel

Weg mit den Kirchenbänken! Regisseur Kay Pollak über seinen Film "Wie auf Erden"

Feuilleton | Feature: Michael Omasta, Sabina Zeithammer | aus FALTER 49/15 vom 02.12.2015

Es ist finsterste Nacht in Schweden, ein Schneesturm fegt übers Land, und ausgerechnet da setzen die Wehen ein. Lena, die rockende Supermarktkassiererin, geht von der Bühne ab, Gitarrist Arne startet den Kleinbus, doch bis ins nächste Krankenhaus würde es Stunden dauern. Also entscheidet sich Lena für eine Hausgeburt. Der unterwegs aufgegabelte Pastor Stig, zerrüttet durch die Trennung von seiner Frau und seiner leeren Kirche, ist plötzlich wieder nüchtern und übernimmt die Rolle der Hebamme.

Der Vater dieses Babys ist Daniel Daréus, die Hauptfigur aus "Wie im Himmel". Ein Dirigent, der nach einem Herzinfarkt in sein Heimatdorf Ljusaker zurückkehrte, als Leiter des Kirchenchors das Leben seiner Mitmenschen umkrempelte und am Ende des Films während eines Chorwettbewerbs starb.

"In jedem Märchen muss der Held durchs Feuer gehen, bevor er am Ende das tut, was getan werden muss", sagt Kay Pollak. "Daniel musste fast zwangsläufig sterben. Seine Reise war zu Ende." Jahrelang hat sich


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