"Leerstand ist ein großes Thema"

Der Architekt Wolfgang Fiel plädiert für einen Treffpunkt für Flüchtlinge und Ortsansässige am Hauptplatz der Dörfer und Städte

Feuilleton | Interview: Stefanie Panzenböck | aus FALTER 49/15 vom 02.12.2015

Architektur als Entwicklungszusammenarbeit: Wolfgang Fiel plant und baut gemeinsam mit Studierenden der Kunstuni Linz Schulen in Südafrika oder Wohnhäuser in Indien, immer in Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung. Oft setzen sie die Bauvorhaben in zwei bis vier Monaten um. Kann das Projekt mit dem Namen BASEhabitat auch beim Bau von Flüchtlingsunterkünften hilfreich sein?

Falter: Sie bauen in erster Linie für Menschen in ihren Herkunftsländern, damit sie dort wieder eine Perspektive haben und bleiben wollen. Was können Sie nun für Flüchtlinge in Österreich tun, die ihre Heimat verlassen haben?

Wolfgang Fiel: Es kommen Leute auf uns zu, die sagen, ihr habt doch so wunderbare Projekte gemacht und habt relativ schnell mit bescheidenen Mitteln Raum geschaffen. Könnt ihr nicht dasselbe auch für Flüchtlinge in Österreich machen?

Das klingt naheliegend.

Fiel: Grundsätzlich ja. Man muss sich aber zuerst fragen, wo dieser Raum entstehen soll. Ist er inmitten unseres täglichen Lebens


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