Ladenschlusszeiten

Zielpunkt geht in Konkurs. Die Supermarktkett e wird nicht der letzte Handelskonzern gewesen sein, der im raschen Strukturwandel untergeht

Politik | Bericht: Nina Horaczek, Josef Redl | aus FALTER 49/15 vom 02.12.2015

Er möchte sich für den "Einsatz im zu Ende gehenden Jahr bedanken", schreibt Zielpunkt-Chef Georg Pfeiffer in einem Brief, der ausgerechnet an dem Tag zugestellt wird, an dem die Supermarktkette einen Insolvenzantrag stellt. "Gemeinsam haben wir auch schwierige Herausforderungen gut gemeistert", richtet er seinen Angestellten aus. Gehalt und Weihnachtsgeld bleibt Zielpunkt seinen bald arbeitslosen Mitarbeitern schuldig - aber "Spezialitäten aus der Hauptstadt" hat der Chef ihnen ins Weihnachtssackerl gepackt.

Die Aktion war so daneben, dass Zielpunkt sich reumütig via Facebook entschuldigte: "Uns ist völlig bewusst, dass der beigelegte Brief wie Hohn in den Ohren der Mitarbeiter klingen muss."

Die Supermarktkette Zielpunkt ist pleite. Die Gründe dafür sind zumindest teilweise hausgemacht. Häufige Eigentümerwechsel, schlechte Standorte, kein klares Konzept.

Die Pleite ist aber auch Ausdruck eines rasanten Umbruchs, der sich gerade in der Handelsbranche ankündigt. Schon in wenigen


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