Der Virtuose des Menschlichen

Der Schweizer Theatermacher Luc Bondy war ein Traumwandler, der das Tragische in spielerische Helligkeit verwandelte. Auch die Theaterstadt Wien hat er mitgeprägt

Feuilleton | Nachruf: Sigrid Löffler | aus FALTER 49/15 vom 02.12.2015


Foto: Heribert Corn

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Lebensleichtigkeit und Menschenfreude kann vielleicht nur jemand derart anmutig zelebrieren, der in jungen Jahren dem Tod schon so nahe kam. Luc Bondy kämpfte als 25-Jähriger erstmals gegen den Krebs und hielt ihn Jahre später ein zweites Mal in Schach, mit viel Glück, viel Medizin und viel Mozart-Musik.

Mit Mozart wurden seine Bühnenarbeiten auch immer wieder verglichen – in ihrer schwebenden Grazie, ihrem Charme, ihrer formbewussten Eleganz, ihrer lichten Schwerelosigkeit, die das Dunkle, das Abgründige, das Tragische nie verleugnete, es jedoch in spielerische Helligkeit zu verwandeln wusste.


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