Wünsch dir was!

Der Brief ans Christkind: Erst Loblied auf die Eltern, dann Diktat des Handels


Verwünschung: Birgit Wittstock
Stadtleben | aus FALTER 49/15 vom 02.12.2015

Seit vergangener Woche hat es wieder geöffnet: das Postamt Christkindl. Mehr als zwei Millionen Weihnachtsgrüße und -pakete werden im Sonderpostamt der Katastralgemeinde Christkindl, eines Stadtteils der oberösterreichischen Stadt Steyr, bis zum 6. Jänner mit einem weihnachtlichen Sonderstempel abgefertigt und zigtausende Briefe, die mit "Liebes Christkind" beginnen und einem Haufen Wünschen enden, beantwortet. Natürlich nicht individuell, sondern per programmierter Standardantwort, inklusive kleinen Präsents. Schließlich ist der Brief ans Christkind längst ein Business, das reibungslos laufen soll.

Allerdings gibt es auch Wünsche, die wie Sand im Getriebe der Beantwortungsmaschine sind: die, die nicht einmal mit viel Geld zu erfüllen sind. Etwa wenn sich Kinder Gesundheit für kranke Familienmitglieder wünschen oder dass sich die Eltern doch nicht scheiden lassen mögen. Solche Briefe leitet die Post an die benachbarte Pfarre weiter, wo man sich dann hinsetzt, um eine tröstende,

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