7 Sachen, die Sie über die neue ALTE POST eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 49/15 vom 02.12.2015

Markterei, Markterei, alle meine Freunde reden nur noch von der Markterei. Was könnt ihr mir dazu sagen?

Also erstens, dass Sie ziemliche Bobo-Freunde haben, und zweitens, dass das die neue Zwischennutzung der Alten Post in der Dominikanerbastei ist.

Ah ja, beim Schwedenplatz. Was passiert?

Am vergangenen Freitag hat in der leerstehenden Halle ein Marktplatz aufgemacht - in dem ab jetzt jeweils wochenends österreichische Standler heimische Rohprodukte anpreisen.

Mehr nicht?

Doch. Neben Brot und Käse, Schnecken und Trüffel gibt es auch allerlei zum Sofort-Essen. Hot Dogs zum Beispiel oder guten Brunch - und freitags gibt es Alk-Verkostungen.

Und wie lange geht der Zauber jetzt?

Die "Testphase" läuft bis Weihnachten, aber Markterei-Chef Thomas de Martin will mit seinem "Nachbarschaftsmarkt" noch bis ins Frühjahr im ersten Bezirk bleiben.

Wie geht's dann weiter mit der Post?

Im April findet ein Modefestival in den verlassenen Hallen statt, dann eine Ausstellung der Festwochen, und während der Viennale werden sie wahrscheinlich wieder zum Festivalzentrum.

Und dem Besitzer ist das alles so recht?

Genau. Das ist die Idee von Zwischennutzung. Investoren haben die ehemalige Post gekauft und lassen sie jetzt von Kreativen für lau bewirtschaften, um den Standort attraktiv zu halten.

Und wann ist Schluss mit lustig?

Der Plan ist, dass dort irgendwann eine Mischung aus Hotel, Appartements und Büros entsteht. Das kann aber, ganz bürokratisch, noch ein paar Jahre dauern. Und so lange sind die coolen Zwischennutzer am Start.


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