Der Name der Pose

Der Schrift steller Umberto Eco hätte im Burgtheater seinen neuen Roman "Nullnummer" vorstellen sollen. Wenn er gewollt hätte

Feuilleton | REPORTAGE: STEFANIE PANZENBÖCK | aus FALTER 50/15 vom 09.12.2015

Vorhang auf für die Literatur, die Philosophie, die Sprache - Umberto Eco, einer der letzten großen Geister unserer Zeit, betritt die Bühne des Burgtheaters. Die schweren dunkelroten Samtvorhänge bilden den würdevollen Hintergrund des Gesprächdramas, das sich hier gleich abspielen wird.

Ein kleiner Tisch mit Bücherstapel und Wassergläsern und drei Stühle sind vorbereitet. Rechts daneben in einigem Abstand steht ein weiterer Tisch mit Leselampe.

1. Akt: Der Versuch. Die Interviewerin Renata Schmidtkunz (Ö1) stellt Umberto Eco Fragen zu seiner Kindheit, seiner Faszination für Bücher, zu den Großvätern, die ihn beeinflusst haben. Sie versucht, eine Fährte zum politischen Islam zu legen, indem sie die 50.000 Bücher anspricht, die sich in Ecos Besitz befinden, unter denen sich wohl auch ein Koran befände? Ja, antwortet Eco, unter den vielen Bänden gäbe es sicher auch einen Koran. Und wie er denn seine Bücher vor Dieben schütze? Man denke an die Bibliothek in Timbuktu, aus


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