Was mieft denn da im grünen Stall?

Es rumort bei den Grünen. In Krisenzeiten reicht es nicht, auf Wohlfühlpolitik und Stallgeruch zu setzen


KOMMENTAR: NINA HORACZEK
Falter & Meinung | aus FALTER 50/15 vom 09.12.2015

Es hat sich ausgekuschelt im grünen Wunderland. Von Wahl zu Wahl konnten die Grünen mit ihrer Strategie, Wohlfühlgefühl vor Inhalte zu stellen, punkten.

Jetzt, in Zeiten von Wirtschaftskrise und Flüchtlingsbewegungen, spitzen sich die gesellschaftspolitischen Widersprüche zu. Mit "Bio macht schön" kommt man da nicht mehr weit. Nun mahnen Parteigranden auch öffentlich eine inhaltliche Debatte ein. Etwa der Vorarlberger Grünen-Chef und Umweltlandesrat Johannes Rauch, der in einem Interview mit dem Standard "klare Positionen" seiner Partei einforderte und meinte, "nette Plakate reichen nicht mehr". Das sagt Rauch nicht zum ersten Mal, aber diesmal sind seine Unterstützer zahlreicher als in den Jahren zuvor.

Die Grünen haben sich in den vergangenen Jahren vor allem auf die Maximierung von Wählerstimmen konzentriert. Dafür bauten sie sich eine grüne Corporate Identity auf. Heute erkennt man ein grünes Plakat vom Bodensee bis zum Neusiedler See auf den ersten Blick. Das war ein längst

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