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Schreibexpeditionen ohne Landkarten und ohne Ziel

Lexikon | SF | aus FALTER 50/15 vom 09.12.2015

Mein Verleger Jochen Jung sagt immer:, Du musst eine Straße bahnen, die man weitergehen will'", sagt der oberösterreichische Erzähler und Lyriker Erwin Einzinger (Jg. 1953). Das nämlich sei "das größte Problem bei meinen Schreibabenteuern: Oft geht der Text den Weg, den man überhaupt nicht erwartet". Darin liegt aber auch der Reiz von Einzingers erzählerischen Expeditionen. Wenn er am Schreibtisch aufbricht, hat er weder ein Ziel im Auge noch Landkarten im Gepäck. Dafür verfügt er über eine außergewöhnliche Beobachtungsgabe, die mit Vorliebe das Überraschende und Bizarre ins Visier bekommt. Sein aktueller Roman heißt "Ein kirgisischer Western". Er ist aber - typisch Einzinger - weder ein Western noch besonders kirgisisch. Lesung aus dem bei Jung und Jung erschienenen Buch. Einleitung und Autorengespräch: Markus Köhle.

Alte Schmiede, Mo 20.00


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