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Bücher, kurz besprochen

Politik | aus FALTER 50/15 vom 09.12.2015

Glückliche Momente

Geschichte ist interessant, Geschichte verkauft und "History"-Sendungen und Zeitschriften haben sich längst zu einem eigenen Genre entwickelt. Sie erzählen Geschichte anekdotenhaft, spannungsgeladen, anhand vom Schicksal großer Persönlichkeiten. Gerhard Jelineks Buch "Sternstunden Österreich" ist so gestrickt. Es liefert österreichische (Populär-)Geschichte von 1156 bis 1994 anhand von eindrücklichen Episoden: vom Herzogtum Österreich bis zum EU-Beitritt. Jelinek, erfahrener ORF-Journalist, weiß, wie man sein Publikum unterhält und nicht überfordert. Sein Buch ist leserlich, unterhaltsam -und so gesehen das ideale Weihnachtsgeschenk für all jene, die Geschichte ihr Hobby nennen. Jelinek gibt in der Einleitung bereits zu, dass seine Sternstunden-Auswahl persönlich und willkürlich ist. Dass ihm zwischen 1966 und 1994 keine Sternstunde zum Thema Frauenrecht einfiel (Familienrechtsreform unter Bruno Kreisky?) überrascht dann doch.

BARBARA TÓTH

Gerhard Jelinek:


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