Frau Präsident?

Irmgard Griss hat bei der Hypo-Aufarbeitung brilliert. Wäre sie auch eine gute Bundespräsidentin? Wie denkt sie über Politik?

Politik | GESPRÄCH: FLORIAN KLENK ARMIN THURNHER | aus FALTER 50/15 vom 09.12.2015


Foto: Heribert Corn

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Wir treffen sie im Café Schwarzenberg. Es ist ihr unangenehm, dass sie uns hat warten lassen, aber sie musste noch ein Beratungsgespräch absolvieren. Viele Berater böten sich jetzt an, erzählt sie, Zusagen über 100.000 Euro hat sie auch schon. Obwohl ihr Projekt Crowdfunding offiziell noch gar nicht begonnen hat. Die ehemalige Präsidentin des Obersten Gerichtshofs, Irmgard Griss, 69, ist bester Laune, sie erzählt gern und diskutiert geradezu leidenschaftlich über aktuelle politische Fragen. Das Gespräch dauert dann fast drei Stunden, bis elf Uhr am Abend. Sie ist danach von uns dreien am wenigsten müde.

Falter: Frau Griss, Sie sind fast so alt wie die Zweite Republik, deren Bundespräsidentin Sie werden wollen. Man kennt Sie als politischen Menschen kaum. Was hat Sie politisch geprägt?


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