Kolumne Außenpolitik

Die Weltklimakonferenz in Paris: Was dürfen wir erwarten?

Falter & Meinung | RAIMUND LÖW | aus FALTER 50/15 vom 09.12.2015

Der Sinn internationaler Megakonferenzen ist umstritten. Tausende Delegierte, die, begleitet von hehren Versprechen der Staatsführer, um Einzelinteressen streiten, symbolisieren den traurigen Zustand unseres Planeten.

Bei der Kopenhagener Klimakonferenz 2009 besetzten Umweltschützer stundenlang das Verhandlungsgebäude. In Paris sind Demonstrationen nach den Mordanschlägen und den kriegerischen Verwicklungen in Syrien verboten.

Das Chaos des Staatensystems war schon lange nicht so bedrohlich. Trotzdem sind die Chancen gut, dass es diesmal im Kampf gegen den Klimawandel zu einem wichtigen Schritt nach vorne kommt.

Eine umfassende Vereinbarung, wie einst beim Vertrag von Kyoto, wird es nicht geben. Im Zentrum steht die Idee der Selbstverpflichtung. Sie ist der einzige Weg, die Treibhausgase zu reduzieren, solange alles, was nach Weltregierung aussieht, von den entscheidenden Staaten abgelehnt wird.

Das Kyoto-Protokoll der ersten Weltklimakonferenz 1997 ist von Al Gore initiiert worden, dem


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