Kommentar Integration

Islam im Alltag: Entspannt bleiben und dabei wachsam sein

Falter & Meinung | FLORIAN KLENK | aus FALTER 50/15 vom 09.12.2015

Da ist ja einiges durcheinandergeraten und zusammengekommen in den letzten Tagen: Kopftuchdebatte, Halal-Debatte, Islamkindergärten-Debatte, Koranverteilungsdebatte und die Debatte um Geschlechtertrennung bei Kompetenzchecks beim Arbeitsmarktservice: Wie soll sich eine offene Gesellschaft positionieren? Wie viel Islam ist im öffentlichen Leben zumutbar und wie viel Einschränkung ist erlaubt? Gehen wir's einzeln durch:

Erstens: die Halal-Frage: Jeder Gläubige hat ein Recht darauf, sich so zu ernähren, wie es seine Religion vorsieht. In einer pluralistischen Gesellschaft schätzen moderne Unternehmen die Wünsche ihrer Kunden. Die Entscheidung von Spar, Halal-Fleisch in die Regale zu legen, war richtig. Der Rückzug ein Kniefall vor islamophoben Spinnern. Spar sollte sich dem Druck des "rechten Mobs", wie es auf der Spar-Facebook-Seite heißt, nicht beugen.

Zweitens: die Kopftuchdebatte. Sie ist von den Frauen zu führen und nicht von (meist konservativen) Männern. Jede Muslimin hat das


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