Sport Glosse

Das Hotel zu den schlaflosen Fifa-Funktionären

Stadtleben | aus FALTER 51/15 vom 16.12.2015

Die Fifa erfindet sich in einem Tempo neu, dass selbst die ÖVP daneben blass aussieht. In der vergangenen Woche sind wieder führende Fifa-Funktionäre direkt aus dem Hotelzimmer im Züricher Baur au Lac verhaftet worden. Wirklich arm ist Issa Hayatou, der muss seinen alten Haberer, den suspendierten Fifa-Präsidenten Joseph Blatter, vertreten, bis ein neuer Präsi gewählt ist. Hayatou führt seit 1988 den afrikanischen Kontinentalverband CAF und nahm von der Marketingfirma ISL Schmiergelder an.

Er gehört zu den Verfechtern einer Ausweitung der WM-Endrunde von 32 auf 40 Teams. Klar. Mehr Teams, mehr Spiele, mehr Geschäft. Als er den Plan vorstellte, schlief Hayatou, von den Mühlen des Amtes gezeichnet, ein. Die Fifaler waren angesichts der zuvor erfolgten Verhaftungen einiger Kollegen total maroni. Wenigstens wissen sie, wo sie nicht hingehen dürfen: ins Baur au Lac. Und das FBI weiß, falls dort Typen von der Fifa einchecken: Zugreifen! Sollte Hayatou von Schlafstörungen geplagt werden, kann er sich dort ein Zimmer nehmen und alles wird gut.


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