Affirmative Action für Mohammed

Statt über Kurz zu motzen, sollte das rote Wien Muslime bei der Zuteilung von Kindergartenplätzen bevorzugen


Kommentar: Florian Klenk
Falter & Meinung | aus FALTER 51/15 vom 16.12.2015

Die SPÖ und der Islam: Das ist eine komplizierte Beziehung. Lange waren die Roten froh, wenn ihre "Integrationsbeauftragten" in muslimischen Milieus um Stimmen warben. Mit welchen Worten sie lockten, kümmerte wenig. Es fiel auch nicht auf, dass Integrationsdebatten zunehmend von religiösen Funktionären dominiert wurden. Jene, die dies kritisierten, wurden kaltgestellt oder als islamophob diskreditiert.

Die Wiener SPÖ und der Gratiskindergarten: Das ist die nächste verzwickte Geschichte. Als ein junger ÖVP-Aufsteiger namens Sebastian Kurz vor acht Jahren den Gratiskindergarten forderte, hielt die SPÖ das für ein Ablenkungsmanöver. Nicht ganz zu Unrecht, wenn man bedenkt, wie prekär die Kinderbetreuung im schwarzen Niederösterreich noch immer ist. Umgesetzt wurde das Projekt dennoch. Nur Geld ist dafür zu wenig da.

Das führt zum dritten Murks: zur "Islamkindergruppen"-Debatte. Hier geht es um den Verrat an jenen Werten, für die das rote Wien stehen sollte: nämlich denen ganz

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