Musiktheater Kritiken

"Singen oder schweigen: Alles gleich vergeblich"

Lexikon | HR | aus FALTER 51/15 vom 16.12.2015

Wenn Laura Aikin als berühmte Sängerin Emilia Marty stirbt, die am Ende die "Vĕc Makropolus" aufgeklärt und bewiesen hat, dass sie Elina Makropolus ist, der der Leibarzt von Rudolf II. ein Elixier gegeben hat, mit dem sie 337 Jahre alt wurde, singt sie wirklich überzeugend. In der faden, klassisch-konventionellen Inszenierung von Peter Stein kann man das von den meisten anderen Sängern nicht behaupten, die über das von Jakub Hrůša gut geleitete Staatsopernorchester oft nicht drüberkommen. Den schwierigen, tschechischen Konversationsgesang in Leoš Janáčeks Oper bewältigen als Lichtblicke eigentlich nur der alte Heinz Zednik in einer Nebenrolle und Wolfgang Bankl als Anwalt. Insgesamt also eine vergebliche Unternehmung.

Staatsoper, Fr, So, Mi 19.30


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