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Bücher, kurz besprochen

Politik | BARBARA TÓTH | aus FALTER 51/15 vom 16.12.2015

Heinz Fischers Heldentat Rechtzeitig zum 50. Jahrestag der "Affäre Borodajkewycz" bringt der Ephelant Verlag einen unveränderten Nachdruck des 1966 erschienenen Buches "Einer im Vordergrund" von Heinz Fischer (heute Bundespräsident) auf den Markt. Darin dokumentierte Fischer den Skandal um den Sozialund Wirtschaftshistoriker Taras Borodajkewycz. Dieser war bekennender Antisemit und lehrte trotzdem ungehindert an der Universität für Welthandel. Der Student Ferdinand Lacina (später SPÖ-Finanzminister) schrieb seine ärgsten Aussagen mit. Fischer prangerte Borodajkewycz in der roten Zeitschrift Die Zukunft an, der Kabarettist Gerhard Bronner, Vater von Standard-Gründer Oscar Bronner, griff die Sache in einer ORF-Sendung auf.

Borodajkewycz klagte Fischer. Fischer gewann erst in zweiter Instanz, Borodajkewycz wurde 1966 zwangspensioniert. Bei einer antifaschistischen Demonstration wurde der 67-jährige ehemalige KZ-Häftling Ernst Kirchweger von einem Rechtsradikalen schwer verletzt und


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