Vorgezogene Auferstehung unterm Baum

Helene Fischer und Kylie Minogue singen Weihnachtslieder mit Frank Sinatra, Sharon Jones rettet das Fest

Feuilleton | WEIHNACHTSMANN: SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 51/15 vom 16.12.2015

Ein origineller Zugang, die Geburt Jesu musikalisch zu feiern: Die Auferstehung wird einfach vorgezogen. 2015 ist es sehr hip, mit Toten zu singen. Barry Manilow hat mit "My Dream Duets" gezeigt, wie es geht. "Traumduette" heißt die Platte, weil seine Gesangspartner von Judy Garland über Sammy Davis, Jr. bis Whitney Houston die Bühne allesamt schon vor geraumer Zeit endgültig verlassen haben.

Helene Fischer hat sich, ebenso gruselig, Bing Crosby und Frank Sinatra als Gäste für ihr Doppelalbum "Weihnachten" geholt, das mit dem Royal Philharmonic Orchestra in den Abbey Road Studios eingespielt wurde und alle Hits aus dem deutsch-und englischsprachigen Weihnachtsliederkanon auffährt. Leblos klingen in den Duetten aber nicht die beiden Herren, sondern die Fischer.

In "Have Yourself a Merry Little Christmas" hören sie und Frankie Boy sich an wie Stimmen von zwei verschiedenen Planeten. Sie ist ein Roboter, der es sich in den Kopf gesetzt hat, eine Musical-Hauptrolle zu ergattern, während


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