Der Krieg der Steine

Der syrische Archäologe Maamoun Abdulkarim berichtete von den Zerstörungen in Palmyra. Doch es gibt Hoffnung


REPORTAGE: MATTHIAS DUSINI
Feuilleton | aus FALTER 51/15 vom 16.12.2015

Syriens oberster Denkmalschützer hat eine klare Botschaft: "Wer geraubte Kulturgüter kauft, unterstützt den Terrorismus." Maamoun Abdulkarim, Generaldirektor der Altertümer und Museen, war letzte Woche im Kunsthistorischen Museum, um auf Einladung des Internationalen Museumsrates ICOM über die Lage in seinem Heimatland zu berichten. Der Bürgerkrieg vernichtet nicht nur Menschenleben, sondern zerstört auch die Schätze einer mehrere Jahrtausende alten Kultur.

Im Sommer sprengten Milizen des IS (Abdulkarim verwendet dafür das arabische Akronym Daesch) die Tempel der antiken Wüstenstadt Palmyra. "Der Daesch verdient aber auch Geld. mit Raubgrabungen", erzählte der Museumsmanager. Er zeigte Fotografien von der verwüsteten, von Gruben übersäten Landschaft.

Wer zum Vortrag in den zweiten Stock des Kunsthistorischen wollte, musste zwei Sicherheitsschranken passieren. Securitys mit Metalldetektoren durchsuchten Kleidung und Handtaschen der Gäste. Vor dem Saal ist eine Ausstellung über

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