Endstation von "Train of Hope" am Wiener Hauptbahnhof


NINA BRNADA
Politik | aus FALTER 51/15 vom 16.12.2015

Vor einigen Wochen noch gingen hier am Wiener Hauptbahnhof die Flüchtlinge umher, Kinder lagen in Zelten, es gab Massenausspeisungen. Heute ist davon kaum noch etwas zu bemerken.

Die Flüchtlinge sind vom Bahnhofsgelände abgezogen, immer weniger kommen nach, vor allem wegen der Grenzzäune, die am Balkan aufgestellt werden. Train of Hope, eine Organisation, die sich angesichts der Flüchtlingskrise Ende August in Wien formiert und die Erstversorgung der Flüchtlinge am Hauptbahnhof übernommen hatte, bricht daher seine Zelte ab. Die Organisation will an einer "Neuausrichtung" arbeiten.

Laut ihr versorgten am Bahnhof 4000 Helfer 95.000 Flüchtlinge, 14.000 davon waren medizinische Fälle. Im ehemaligen Lazarett sitzen Ärzte und Pfleger zusammen, manche von ihnen sind angesichts des Endes von Train of Hope am Hauptbahnhof den Tränen nahe. Es sei eben eine sehr intensive Zeit gewesen, sagen sie.


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