Beisl Der steirische Gourmet

Wo man vergisst, wo man ist

Steiermark | RESTAURANTTEST: GÜNTER EICHBERGER | aus FALTER 52/15 vom 23.12.2015

Vermutlich denkt man bei veganer Küche nicht in erster Linie an Genuss, sondern eher an die Gesundheit und daran, dass man Tiere nicht zum Fressen gern haben muss. Das nimmt möglicher Kritik schon von vornherein die Spitze. Das Greenhouse ist eine Filiale des Ginko, sein spartanisches, lindgrünes Ambiente mit nackten Glühbirnen verweist auf den eigenen Anspruch. Es gibt Frühstück, etwa über Nacht eingelegte, glutenfreie Haferflocken, aber auch drei Hauptgerichte.

Die wunderbar runde Pastinakensuppe ( € 3,80) lässt uns vergessen, wo wir sind. So gut kann "pur" schmecken! Greenhouse Bowl ( € 9,90) ist eine Komposition aus gebratenem Tofu auf grünem Quinoa, Süßkartoffeln mit Teriyaki-Sauce, frischem Spinat als Salat, Rohkost, Sprossen und Guacamole. Eine würzige internationale Fusion, die vorbildlich harmoniert. Wenn die Völkerverständigung nur durch den Magen ginge!

Local Bowl ( € 9,90) ist das ein wenig schwere steirische Gegenstück mit deftigem Kürbiskernpesto, Buchweizensterz und leicht säuerlich mariniertem Tofu. Dazu schonend kalt gepresste Fruchtsäfte ( € 4,50). Wirklich gut.

Gegen Bio-Wein wäre trotzdem nichts einzuwenden. Der Getreidekaffee ( € 2,80) frischt Kindheitserinnerungen auf.

Resümee Nein, wir haben keinen Vitaminschock. Aber manches Vorurteil überwunden.

Greenhouse Herrengasse 7/Altstadtpassage, 8010 Graz, Tel. 0316/815625, Mo-Sa 8.30-19.00


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