Menschen

Merci, Chérie!

Falters Zoo | LUKAS MATZINGER BIRGIT WITTSTOCK | aus FALTER 52/15 vom 23.12.2015

Vor einem Jahr ist Udo Jürgens gestorben und vor 20 Jahren wurde das Wiener Integrationshaus eröffnet. Willi Resetarits hatte 1995 das Haus für "Menschen, die gekommen sind, um zu bleiben", gegründet -bis heute finden 110 Flüchtlinge hier Platz. Zu Ehren aller bisher Genannten füllte die Stadthalle vergangene Woche ein großes, echtes Benefizkonzert, das sehr viel österreichischer nicht hätte sein können. Da kamen nacheinander und miteinander die Europakönigin Conchita Wurst, der Alleskönner Manuel Rubey, der Auch-recht-viel-Könner Alexander Goebel, die alle mehr oder weniger Austropopper Wilfried, Ulli Bäer, Andy Baum, Hans Theessink, Gert Steinbäcker und Schiffkowitz und die witzige Eva Marold auf die Bühne und sangen die Lieder des großen Jürgens. An eben dem Ort, an dem dieser 33 Konzerte vor insgesamt 300.000 Menschen spielte. "Wir dürfen vermuten, dass er das gut gefunden hätte", sagt Integrationshaus-Vati Willi Resetarits. Ja.

August Diehl hat gut zu tun. Er spielt am Akademietheater wie in Hollywood, im skandinavischen Underdogfilm, wie bei den Salzburger Festspielen. Nur zum gar zu hellen Blitzlicht der Society hegt der Blonde ein eher scheues Verhältnis -wie es sich eben gehört für einen der nobelsten deutschen Schauspieler unserer Zeit. Doch der Wein, gerade der Wein, hat den Diehl jetzt einmal auf ein Event der oberen Kaste getrieben. Die Wiener Marketingagentur für alles, was sie halt so unter Genuss versteht, Wine &Partners, hat wie jeden Advent ihr "Weinachtel" gefeiert. Und dafür konnte sie den schönen Diehl, der leider ein bisserl schlecht ausgeschaut hat, gewinnen. Er suchte die Veritas mit einem Haufen Weinbauern aus aller Welt, mit "Rounder Girl" und Bundeshymnen-Visionärin Tini Kainrath und mit dem großen Florian Scheuba. Es gab eine 18-Liter-Flasche Rotwein, von dem ein Liter 80 Euro kostet.

Die Marika gehört zu der Gattung der Weihnachtslichter. Anders ist es nur schwer zu erklären, dass Marika Lichter, sobald es draußen kalt und drinnen flauschig wird, noch öfter in den Seitenblicken dieses Landes vorkommt als sowieso schon. Da lädt sie erst einmal immer zu ihrem eigenen Weihnachtscocktail, zu dem heuer unter anderem der Sozialminister Rudolf Hundstorfer, der straffe Entertainer Alfons Haider, der wunderbare Harald Serafin, Benedikt, Sohn des Peter Simonischek, das Schauspielerpaar Albert Fortell und Barbara Wussow, die, wenn man so darüber nachdenkt, eigentlich echt selten wirklich wo mitspielen, und auch sonst allerhand üppig behangene Damenhälse kamen. Dann tauchte die Lichter auch noch beim Christkindl-Wald der Bäckerei Felber auf. Sie trug schönen Pelz und ging dann wieder.

Vor langer Zeit, vor einer Woche, in einer Galaxie, weit, weit entfernt, im Cineplexx hinter der Donau, ist die Macht dann wirklich, endlich, Gott sei Dank wieder aufgewacht. Ungezählte "Star Wars"-Nerds haben sich in Cosplay-Schalen geworfen und sind zu nachtschlafender Zeit zur Premiere von "Star Wars: Episode VII -The Force Awakens" ausgerückt. Unverkleidet oder halt als sie selbst kamen der Moderator Norbert Oberhauser, die Kabarettisten Christoph Fälbl und Andreas Vitásek, Schauspielerin Sunnyi Melles und Moderatorin Claudia Reiterer. Dass die Saga schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel hat, zeigt sich nicht nur an den gealterten Helden Harrison Ford und Mark Hamill. Auch viele Fans sind nicht mehr ganz taufrisch. Der Vitásek beantwortete die Frage nach seiner Lieblingsfigur mit Winnetou, aber das war hoffentlich nur ein Scherz. "Bist 900 Jahre, wirst aussehen du nicht gut", behauptete Meister Yoda in der "Rückkehr der Jedi-Ritter". Bis dahin gehen sich ja noch ein paar Episoden aus.


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