Warum am Vorabend des Silvester eventuell die beste Party stattfinden wird

Lexikon | VORFREUDE: MARIA MOTTER | aus FALTER 52/15 vom 23.12.2015

Während Silvester unter Umständen eine der überschätzten Festivitäten ist, kann man das von der "Tweety Party" nicht behaupten. Der Kulturverein Numavi ist auch ein Indie-Musiklabel, und inzwischen hat seine Jahresendparty Tradition: Die "Tweety Party" ist eine Alternative zu Silvester, und zwar die beste, und das am vorletzten Abend des Jahres. Die Numavi-Köpfe Susanne Schwarz, Mario Zangl, Helmut Moser und Thomas Baumegger sowie drei Dutzend helfende Freunde organisieren einen Konzertreigen. 23 Bands, je 20 Minuten Spielzeit, dazwischen zehn Minuten Umbaupause - das sind die Spielregeln. Binnen der zehn Minuten zwischen den Bandwechseln bleibt Zeit für zwei Minuten Soundcheck. Für Besucher gestaltet sich der Abend hingegen komplett entspannend. Auf zwei Bühnen werden u.a. Cryptic Commands, Reflector, Mile me deaf und Lonesome Hot Dudes spielen. Das Grazer Noiserock-Duo Baguette wird sein Debütalbum "oh!deu!vre!" präsentieren. Ihren Ursprung hat die Tweety Party in Weiz 2002. Recht spontan trafen sich einige Freunde am vorletzten Tag des Jahres auf dem Hauptplatz. Die Musik kam damals aus einem Autoradio. Weil die Freunde wie Patrick Möstl, der Sänger von Mile me deaf, Musiker sind, hat sich die Privatparty über die Jahre mit mehr und mehr Bands zum öffentlichen Fest gesteigert. Ein bisschen wird dabei auch Tweety Birds, des Kanarienvogels aus der Trickfilmwelt des amerikanischen Zeichners Bob Clampett, gedacht. Silvester indes geht zurück auf den gleichnamigen Papst, der am 31. Dezember 335 verstarb und dem postum eine eigene Legende zugeschrieben wurde. F Volkshaus, Graz, 30.12., 17.00


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