Von Trump bis Kurz

Die Islamdebatte und der Populismus: Zur Kontroverse um die islamischen Kindergärten

Gastkommentar: Farid Hafez | Politik | aus FALTER 52/15 vom 23.12.2015

Es ist ein Wesensmerkmal des Populismus, mit sprachlicher Vagheit Ängste zu schüren und Politik zu machen. Politik meint in diesem Falle, die Beliebtheit einer Partei zu steigern.

Wenn Donald Trump dieser Tage einen Einreisestopp von Muslimen fordert, führt er damit keinen neuen Politikstil ein. Ebenso wie die österreichische Islamophobie auf eine lange Tradition des Antisemitismus baut (beispielhaft: Karl Luegers "Groß-Wien darf nicht Groß-Jerusalem werden", das zu Straches "Wien darf nicht Istanbul werden" wurde), kann auch Trump auf eine lange Geschichte des Rassismus und der Unterdrückung von immer wieder neu entstehenden Minderheiten zurückblicken.

Bedeutsamer als diese Traditionen sind im Populismus die langsamen Schritte der Radikalisierung der Sprache gegenüber Minderheiten und das Mittigwerden absurder Stereotype.

Zur Veranschaulichung: In den USA hat erst mit dem Ende der Präsidentschaft Bush II. die Islamophobie Eingang in innenpolitische Auseinandersetzungen gefunden.

  607 Wörter       3 Minuten
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?
Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige


Anzeige