"Bewundere Frau Merkel über alles"

Vinzi-Pfarrer Wolfgang Pucher über das Weihnachten seiner Kindheit und heute, die Flüchtlingskrise und was er dem Herrgott schon noch einmal sagen will

Steiermark | INTERVIEW: GERLINDE PÖLSLER | aus FALTER 52/15 vom 23.12.2015


Foto: J. J. Kucek

Foto: J. J. Kucek

Kinderwagen drängen sich bei der Eingangstür zu Wolfgang Puchers Pfarrhaus. Sie gehören den 30 rumänischen Roma, die er im Kellergeschoß beherbergt. Im Obergeschoß wohnt außerdem eine junge Roma-Familie, Pucher hatte das junge Mädchen hochschwanger aus einem Abbruchhaus geholt. Durch das Pfarrhaus zieht Vanilleduft, Frauen und Männer vom VinziTel backen heute Kekse. Auf einer Bank vor Puchers Büro schläft ein Mann. Der Pfarrer selbst steckt sich noch schnell eine Rum-Kokos-Kugel in den Mund, bevor er sich zum Interview setzt. Hat er geschenkt bekommen. Pucher bekommt viele Geschenke. Kein Wunder, hat der 76-Jährige doch 38 Sozialprojekte aufgestellt, vom VinziDorf für obdachlose, alkoholkranke Männer bis zu VinziPasta im slowakischen Hostice, wo Roma-Frauen Nudeln herstellen. Die 39. Einrichtung ist erst seit kurzem fix: ein VinziDorf für Wien. 13 Jahre hatte Pucher dafür gekämpft. Das nächste Ziel: ein VinziDorf für Frauen in Graz.

Falter: Herr Pfarrer, hat sich bei Ihnen schon Adventstimmung eingestellt oder haben Sie so viel zu tun, dass sie nicht recht kommen will?


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