Fotografie Tipp

Umtriebiger Fotopionier mit schwerem Gepäck

Lexikon | aus FALTER 52/15 vom 23.12.2015

Das Fotoatelier mit seinen gemalten Kulissen interessierte ihn nicht: Lieber packte Andreas Groll ab 1842 seine bis zu 150 Kilo schwere Ausrüstung ein und schoss die Bilder vor Ort. Aus den rund 1200 erhaltenen Aufnahmen hat das Wien Museum gemeinsam mit dem Photoinstitut Bonartes erstmals die Schau "Andreas Groll. Wiens erster moderner Fotograf" gestaltet, die auch die Entwicklung der Donaumetropole veranschaulicht. Der Bau der Wiener Staatsoper oder die alte Abfahrtshalle des Westbahnhofs hielt der umtriebige Berufsfotograf fest, aber ebenso Industrieanlagen im Banat oder die Karlsbrücke von Prag. Pionierhaft war Groll auch für Architekten oder in Museen tätig, er übernahm Aufträge von Industriellen und unterstützte den damals entstehenden Denkmalschutz. NS Wien Museum, bis 10.1.


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