Ein Niemand, der zum Abscheulichsten wurde

Der Holocaust-Spezialist Peter Longerich legt eine Hitler-Biografie vor, die den Diktator vor allem auch als Produkt seiner Umgebung zeigt

Rezension: Erich Klein | Politik | aus FALTER 52/15 vom 23.12.2015

Die Häuser waren beflaggt, zweieinhalb Millionen Menschen fanden sich auf Berlins Straßen ein, um die triumphale Rückkehr des Reichskanzlers zu feiern. Adolf Hitler erklärte am 16. März 1938 vom Balkon seiner Reichskanzlei: "Deutschland ist zu Großdeutschland geworden". In den Jubel über den am Vortag in Wien vollzogenen "Anschluss" Österreichs ans Deutsche Reich mischte sich Erleichterung -die kurzfristige Kriegsangst der deutschen Bevölkerung stellte sich als grundlos heraus. Es hatte kein Blutvergießen gegeben.

Historiker sind mehrheitlich der Auffassung, dass dieser Moment den absoluten Höhenpunkt von Hitlers Prestige und Popularität darstellte. Diese Meinung teilt auch Peter Longerich, Professor für moderne Geschichte am Royal Holloway College der Universität London, Verfasser von Büchern über Heinrich Himmler (2008) und Joseph Goebbels (2010), in seiner umfangreichen Hitler-Biografie.

Man darf darauf gespannt sein, wie die österreichische Historiker-Community auf Longerichs

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