Fröhliches alles und schöne Feiertage

Andere Kulturen, andere Feste: Wie sich die Globalisierung auf die Motive der Weihnachtskarten auswirkt


STILKRITIK: BIRGIT WITTSTOCK

Stadtleben | aus FALTER 52/15 vom 23.12.2015

Die Legende geht wie folgt: Der britische Staatsbeamte Sir Henry Cole hatte offenbar im Jahr 1843 den bahnbrechenden Einfall, seine Landsleute mit der ersten kommerziellen Weihnachtskarte zu beglücken, denn bislang gab es zu jener Zeit lediglich offizielle Weihnachtskarten der Königsfamilie. Cole, praktischerweise auch Besitzer einer Lithografenanstalt, beauftragte den Illustrator John Callcott Horsley, der daraufhin ein aus heutiger Sicht nicht wahnsinnig weihnachtliches Motiv kreierte: eine Großfamilie, die, in einer von Weinreben umrankten Laube sitzend, dem Betrachter mit vollen Weingläsern zuprostet. Darunter steht "A Merry Christmas and a Happy New Year to You" zu lesen.

Ein ziemlich weltliches Motiv, das seinen besinnlichen Anstrich erst durch kleine Szenen der Wohltätigkeit zur Linken und zur Rechten der gutgelaunten Partie im Zentrum des Bildes erhält: Hier sind Gestalten skizziert, die Essen und Kleidung an Arme verteilen. 2050 dieser Karten wurden gedruckt, und obwohl die

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