Literatur Tipps

1700 Seiten ohne rechte Handlung oder Happy End

Lexikon | aus FALTER 52/15 vom 23.12.2015

Der Mann ohne Eigenschaften" von Robert Musil wird zu den wichtigsten und gewichtigsten literarischen Werken des 20. Jahrhunderts gezählt. Es gibt kaum einen Kanon, in dem er fehlt. Doch wer hat das Sitzfleisch aufgebracht, um das 1700 Seiten starke Werk in zwei Bänden, das obendrein Fragment geblieben ist und ein richtiges Ende vermissen lässt, tatsächlich zu lesen? Eben. Zuletzt legte Comic-Minimalist Mahler eine Radikalverdichtung des Werks für die Generation Graphic Novel vor. Wer es textlastiger möchte, der kann sich bei Ignaz Kirchners Lesung in Fortsetzungen im Burgtheater ein Bild von Musils Romanvorhaben machen. Er liest an einem Sonntag im Monat Ausschnitte aus dem "Mann ohne Eigenschaften". Achtung: Matinee. SF Burgtheater, Blaues Foyer, 3.1., 11.00


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