Der auf den Hund kam

Über 50 Jahre hinweg zeichnete Charles Monroe Schulz die Geschichte der Peanuts. Nun kommt ein neuer Film in die Kinos

Feuilleton | Hommage: Michael Omasta | aus FALTER 52/15 vom 23.12.2015

Es ist eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren "Die Peanuts" allgegenwärtig. Mehr als 2500 Zeitungen druckten Tag für Tag und Woche für Woche die Abenteuer von Charlie Brown, Snoopy und Co, die gesammelt in Büchern, mehreren Zeichentrickfilmen und einer eigenen Fernsehserie ihre Fortsetzung fanden. Zudem wurden die "Peanuts" zum hochbegehrten Merchandising-Artikel: Sie zierten Schultaschen, T-Shirts, Kaffeehäferln, Buchstützen, Badetücher und Schlüsselanhänger und waren als Spielzeugfiguren in fast jeder Größe erhältlich.

Dabei war dieser Erfolg keineswegs ausgemacht. Charles M. Schulz verzichtete in seinen Comicstrips sowohl auf Action als auch auf vordergründige Gags. Stattdessen ist die Kinderwelt der "Peanuts" von Anfang gespickt mit beiläufigen Grausamkeiten und Kränkungen. "Da kommt Charlie Brown", sagt sein bester Freund im allerersten Strip über die Hauptfigur. "Guter, alter Charlie Brown ... Wie ich ihn hasse!"


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