Ein Ressort für Kraut und Rüben

Andreas Mailath-Pokorny ist wieder Stadtrat für Kultur. Und für vieles andere auch. Kommt die Kunst dabei zu kurz?

Feuilleton | ANALYSE: STEFANIE PANZENBÖCK | aus FALTER 02/16 vom 13.01.2016

Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) trägt die neue Legislaturperiode mit Fassung. Wurde er vor den Wiener Landtagswahlen im Oktober vergangenen Jahres noch als Wackelkandidat gehandelt, arbeiten in seinem Ressort nun zehnmal so viele Menschen wie davor.

Die zweite Auflage der rot-grünen Koalition hält für den ehemals nur für Kultur und Wissenschaft Zuständigen ein Bündel unterschiedlicher Aufgaben bereit.

Dass Andreas Mailath-Pokorny zur Kultur nun den Sport bekommen hat, mag noch nicht verwundern. Nachdem die SPÖ aufgrund der Verluste bei der Wahl nun einen Stadtrat weniger zur Verfügung hat, mussten einige Belange neu verteilt werden. Naturgemäß ist das Kulturamt im Gegensatz zum großen Finanz-oder Umweltressort eher klein gehalten und verträgt noch ein paar Aufgaben zusätzlich.

Die Frage ist allerdings, ob es tatsächlich sinnvoll ist, alles, was an Themen übrig bleibt, an den Kulturstadtrat abzugeben. Denn abgesehen vom Sport wandern Wahlund Rechtsangelegenheiten, Datenschutz,

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