Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Indoor-Grätzel: Kaufen beim Meinl nur Hofratswitwen ein?

Stadtleben | LOKALAUGENSCHEIN: FLORIAN HOLZER | aus FALTER 02/16 vom 13.01.2016

Es ist kalt, auf den Straßen liegt der Gatsch. Perfekte Voraussetzung, um die Indoor-Grätzel-Saison zu beginnen. Und zwar mit dem Meinl am Graben, lange Zeit Wiens einzigem "Gourmet-Supermarkt" und der Krönung der im Jahr 2000 aufgelassenen Meinl-Supermarktkette.

Der Meinl am Graben polarisierte immer, die einen lobten den wohlerzogenen Service, die anderen verachteten den Supermarkt als Hort der bourgeoisen Dekadenz. Tatsächlich ist der MaG das Lebenswerk von Helmut Touzimsky, seit 1972 Leiter des Gourmet-Supermarktes, seit 2000 im Ruhestand, ein Pionier, der hier über die Jahrzehnte Qualitätsbewusstsein bei Landwirten und Produzenten säte. Ihm ist es zu verdanken, dass Österreich zu dem "Feinkostladen" wurde, der er - als der Spruch geprägt wurde - definitiv noch nicht war.

Manches findet man nur hier ...

Aber zum Supermarkt: Der hat seine besseren und seine schlechteren Abteilungen. Zu den extrem guten gehört die Milchabteilung im Erdgeschoß. Zu der muss man sich zwar durch die


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