Nüchtern betrachtet

Gut, dass ich das nicht selber machen muss

Feuilleton | Klaus Nüchtern | aus FALTER 02/16 vom 13.01.2016

Seit vielen Jahren nehme ich im Jänner Ferien vom Getränk. Irgendwer hat einmal behauptet, dass das gut sein soll für mich. In Sachen Gesundheit kursieren ja die bizarrsten Gerüchte: kein Fett, kein Zucker, keine Kapstachelbeeren Ich denke mir: Hilft's nix, so schadt's nix - zumal das bescheuerte protestantische Über-Ich (B.P.Ü.I.), mit dem ich seit einem halben Jahrhundert im Clinch liege, Verzichtsleistungen ohnedies mit aufmunterndem Schulterklopfen zu quittieren pflegt. Andererseits ist mein B.P.Ü.I. natürlich auch ein Garant für die klassische Lose-Lose-Situation, weil: Man darf nie nur an sich denken! Getränkeferien mögen für mich und meinen Body-Buddy Leber gut sein, dafür schädigen sie eine meiner liebsten Berufsgruppen: die Wirten.

Ich mache, was ich tue, zwar gerne, aber natürlich auch, weil ich nichts anderes kann. I'm a One Trick Pony. Deswegen bin ich ein vehementer Gegner von Do-it-yourself und ein großer Anhänger der Arbeitsteilung. Ich könnte mir den Blinddarm


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