7 Sachen, die Sie über die BALLSAISON eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 02/16 vom 13.01.2016

Wann geht sie los, die Ballsaison?

Diese Woche. Laut Ballkalender gibt der 115. Zuckerbäckerball am Donnerstag den Auftakt.

Warum sind die Bälle eigentlich immer im Winter?

Berechtigte Frage. Früher war der Ball ein Tanzfest für gehobene Gesellschaftsschichten, das rund ums Jahr stattfinden konnte. Irgendwann und irgendwie - wie genau, weiß man nicht - hat sich in Österreich die Ballsaison mit dem Fasching von November bis Faschingsdienstag konglomeriert.

Das heißt, am Aschermittwoch ist ausgetanzt?

Nicht wirklich. Eigentlich gibt's das ganze Jahr über Bälle. Ist eben eine österreichische Lösung.

Und warum heißt der Ball Ball?

Vielleicht weil die Bezeichnung "öffentliche Tanzlustbarkeit" doch ein bisschen gar sperrig klingt? Einst sagte man im deutschen Sprachraum zum Tanzfest ja "Dantz", aber im 18. Jahrhundert setzte sich das neumodische Wort Ball durch. Es geht auf das spätlateinische "ballare"(tanzen, hüpfen) zurück.

Wie viele Bälle gibt es in Wien?

Angeblich sind es rund 400, auf denen insgesamt etwa 500.000 Besucher tanzen.

Da kommt ja sicher einiges an Einnahmen zusammen?

Stimmt. Der durchschnittliche Gast löhnt 255 Euro pro Ballnacht. Macht einen Gesamtumsatz von 128 Millionen Euro. Immerhin werden allein beim Opernball an die 10.000 Gläser Sekt und Champagner geleert.

Welche sind die beliebtesten?

Der Zuckerbäckerball. Gefolgt von Ärzte-, Kaffeesieder- und Bonbon-Ball.


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