Neulich in Köln

Was ist in Köln passiert? Mit Sex haben sexuelle Übergriffe in der Öffentlichkeit wenig zu tun. Umso mehr mit Macht, Geschlechtertrennung und dem Patriarchat. Der Versuch einer Begriffsklärung

ESSAY: SIBYLLE HAMANN | Politik | aus FALTER 02/16 vom 13.01.2016


Illustration: Bianca Tschaikner

Illustration: Bianca Tschaikner

1. Bewegungsfreiheit

Beginnen wir beim Wichtigsten: bei der Freiheit. Und bei ihrer einfachsten Spielart: der Bewegungsfreiheit. Von A nach B zu gehen, einfach weil man Lust dazu hat. So banal diese Freiheit klingt – sie ist in vielen Weltgegenden, wo an jeder Straßenecke Wegelagerer stehen können, keineswegs selbstverständlich. Oft ist sie auch innerhalb einer Gesellschaft ungleich verteilt. Manche Gruppen haben mehr Bewegungsfreiheit als andere, und der dominanten Gruppe fallen die Einschränkungen der anderen oft gar nicht auf.

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