Prost! Lexikon der Getränke. Diese Woche: Francis Hartridge´s Cloudy Lemonade

Eine Limonade mit funkelndem Wasser direkt aus der Hölle

Stadtleben | MS | aus FALTER 02/16 vom 13.01.2016

Limonade! Wer auch immer sie schlecht reden möchte, der soll tausendmal in der Hölle schmoren. Limonade spendet Trost, erfrischt, versöhnt und ist vermutlich besser für die Zähne als eine Tafel Schokolade oder Gummibären. Ja, Nierensteine könnten dem Limonaden-Aficionado ein latentes Problem bereiten. Aber, wie immer kommt es auf die Dosierung an und natürlich möchte man Wasser als Basisgetränk nicht missen.

Eine gute und teure Limonade mit Tradition ist jene von Francis Hartridge. Der Familienbetrieb in vierter Generation hat seinen Sitz in Hambledon, Hampshire im wunderschönen South Downs National Park südwestlich von London gelegen. Dort wurde die Kracherlfirma im Jahr 1882 gegründet und dort steht sie bis heute. So ehrwürdig sie ausschaut, so gediegen schmeckt sie auch. Sehr süß mit einer kräftigen Zitronennote, bei der man den Eindruck hat, als ob noch das Öl der Schale hinzugemixt wurde. Man könnte, wenn man wollte, sie mit etwas Sprudel verlängern.

Cloudy Lemonade kostet um die drei Euro pro 330 Milliliter und ist zum Beispiel beim Meinl am Graben erhältlich. Wer der Süße ein wenig gegensteuern will, der könnte sich mit Bitter behelfen. Angostura ist wohl der bekannteste unter den Cocktailbittern. Es ist ein alkoholischer Auszug von Enzianwurzel und Bitterorange. Rundet nicht nur Cocktails, sondern auch Speisen ab. Zurück zur Limo: Hübsch ist der kleine Fehler in der Übersetzung auf dem Import-Etikett, "Sparkling Water" ist neuerdings funkelndes Wasser. Auch süß.


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