Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | BENEDIKT NARODOSLAWSKY | aus FALTER 02/16 vom 13.01.2016

Die ersten Tage sind die schwersten. Erst muss man sich durch den Berg an Sand graben, der den Redakteuren vor dem Portierpult aus den Augen gefallen ist. Wenn man deshalb schließlich zu spät zur ersten Redaktionskonferenz des Jahres stößt, merkt man erst, dass alles keinen Sinn hatte. Kollegen diskutieren in unverständlichen Gähnlauten miteinander. Man selbst nickt permanent ein und fällt vom Sessel.

Der kollektive Weihnachtsurlaub ist vorüber, der Winterschlaf war zu kurz, aber schön. Jetzt heißt's: Arbeit vortäuschen! Langsam den erkalteten Motor starten. Warmlaufen lassen. Mit Kollegen Kaffee trinken, um zu überprüfen, ob sie schon in die Gänge gekommen sind.

Ja, sind sie. Pop-Gott Bowie ist tot, Pop-Experte Gerhard Stöger schrieb den Nachruf (Seite 30). Nina Horaczek porträtierte die zwei Präsidentschaftskandidaten aus Tirol (Seite 14). Texte zur Causa prima -die sexistischen Übergriffe in Köln - liefern Sibylle Hamann und Bianca Tschaikner, die diesmal nicht nur illustriert, sondern auch über ihr Leben in patriarchalen Kulturen schreibt (ab Seite 10).

Bliebe noch die Marathon-Geschichte von Thomas Rott enberg (Seite 34), die die Redaktion am meisten bewegt. Auf Rottenbergs und Barbara Tóths Bestreben hin haben sich weitere Falter-Mitarbeiter (Anna Bellmond, Matt hias Dusini, Sigrid Johler, Dirk Merbach, Klaus Nüchtern, Stefanie Panzenböck, Siegmar Schlager) bereiterklärt, sich bis zum Wiener Marathon mit Lauftraining selbst zu kasteien. Wir anderen haben gelernt, mit Weihnachtswampe zu leben.


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