Ein Kulturprojekt wehrt sich gegen die drohende Delogierung


JOSEF REDL

Politik | aus FALTER 02/16 vom 13.01.2016

Eigentlich hätte am 1. Jänner Schluss sein sollen. Am ersten Tag des Jahres 2016 endete der Mietvertrag, den die Betreiber des Kulturraumes mo.ë in der Thelemangasse 4 hatten. In den Räumlichkeiten der ehemaligen k.u.k. Orden-u. Medaillenfabrik Mandelbaum macht der Kulturverein picapica seit dem Jahr 2010 Programm. Die Räume boten Platz für Bühnenperformances, Musik, Installationen und Künstlerateliers. Auch die Vienna Art Week machte hier 2014 Station. Der neue Eigentümer, der Immobilienentwickler Vestwerk, will die umtriebigen Mieter (besser: Ex-Mieter) loswerden. Die Fabrik und das anschließende Gründerzeithaus sollen ausgebaut und um Lofts erweitert werden. Die mo.ë-Betreiber weigern sich auszuziehen. Auch andere Mieter wollen gegen die Kündigung juristisch vorgehen. Bei der Pressekonferenz am Montag kam es zu heftigen Debatten, denn auch Vestwerk-Geschäftsführer Klaus Molisch war gekommen, um seinen Standpunkt darzulegen.

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FALTER 17/19
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