Kommentar Diskriminierung

Bundespräsidenten können nicht alt genug sein. Preist die Greise!

Falter & Meinung | ARMIN THURNHER | aus FALTER 02/16 vom 13.01.2016

Der erste öffentliche Reflex auf die Kandidatur von Andreas Khol (74) als Präsidentschaftskandidat der ÖVP war Häme über Erwin Prölls Absage. Der zweite: Der Mann ist alt. Dann, nach einer Schrecksekunde: Van der Bellen (72) ist kaum jünger, Irmgard Griss (69) ist kein Teenager mehr, und selbst Rudolf Hundstorfer (64) steht an der Schwelle des gesetzlichen Pensionsalters. Nun werden durchdigitalisierte Pickelgesichter oberschlau das Alter des Kolumnisten ins Treffen führen: Der ist selber 67. Richtig, und was besagt das?

Nichts anderes, als dass in Anbetracht der Bevölkerungsentwicklung der seit Jahrzehnten grassierende Jugendfaschismus ausgedient hat. Man kann dem Kolumnisten entgegenhalten, dass er zu jenen gehört, die seinerzeit unter dem Vorwand politischer Betätigung jugendkulturelle Pop-Paradigmen gesellschaftlich durchsetzten. Stimmt, aber darf man auch klüger werden?

John Kerry ist 73, als US-Außenminister scheint er voll funktionstauglich. Hillary Clinton ist 68, Donald


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